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Gera mit Schleiz

Delin.VI,3,15

Titel

Gera mit Schleiz

Erscheinungsjahr

[Mitte 16. Jahrhundert]

Digitalisiert von

Universitätsbibliothek Würzburg

Online seit

29.03.2021

Gera entwickelte sich seit dem 13. Jh. im Tal der Weißen Elster zwischen der slawischen Siedlung Zschochern und einer Burg der Vögte von Weida, die sich dann nach dem Ort nannten. Der rechteckige Grundriss mit geradlinigen Straßenzügen war von einer Mauer umgeben. Im Sächsischen Bruderkrieg 1450 wurde Gera belagert und schwer zerstört, ebenso 1639. 1780 verheerte ein Brand die Stadt. Seit 1564 war Gera Residenzstadt des Fürstenhauses Reuß jüngere Linie. Das aus einer frühmittelalterlichen Burganlage hervorgegangene Schloss Osterstein auf dem Hainberg war fürstlicher Wohnsitz bis 1918, als Heinrich XXVII. Reuß abdankte. Gera wurde dann bis 1920 Hauptstadt des Volksstaates Reuß, der später im Land Thüringen aufging. Auch Schleiz war Residenzstadt der Reußschen Herrschaft. Die Stadt entwickelte sich aus sorbischen Ursprüngen und unterstand den Vögten von Gera. Vom 3. Jh. bis 1533 unterhielt der Deutsche Orden hier eine Komturei. Mehrfach gab es große Stadtbrände, zuletzt 1837 und 1856. Durch das Bombardement 1945 wurde die mittelalterliche Bausubstanz beider Städte vollends zerstört. Geras historischer Stadtkern ist jedoch heute restauriert. Der Galgen im Vordergrund des Bildes ist an dieser Stelle für das 16. Jh. nicht nachgewiesen. Die Ansicht zeigt Schleiz im Hintergrund in ungewöhnlicher Form, grau verhangen, im Wolkenbruch - vielleicht eine Reminiszenz an die realen Reiseumstände.

Titel

Gera mit Schleiz

Erscheinungsjahr

[Mitte 16. Jahrhundert]

Bildbeschreibung

Gera entwickelte sich seit dem 13. Jh. im Tal der Weißen Elster zwischen der slawischen Siedlung Zschochern und einer Burg der Vögte von Weida, die sich dann nach dem Ort nannten. Der rechteckige Grundriss mit geradlinigen Straßenzügen war von einer Mauer umgeben. Im Sächsischen Bruderkrieg 1450 wurde Gera belagert und schwer zerstört, ebenso 1639. 1780 verheerte ein Brand die Stadt. Seit 1564 war Gera Residenzstadt des Fürstenhauses Reuß jüngere Linie. Das aus einer frühmittelalterlichen Burganlage hervorgegangene Schloss Osterstein auf dem Hainberg war fürstlicher Wohnsitz bis 1918, als Heinrich XXVII. Reuß abdankte. Gera wurde dann bis 1920 Hauptstadt des Volksstaates Reuß, der später im Land Thüringen aufging. Auch Schleiz war Residenzstadt der Reußschen Herrschaft. Die Stadt entwickelte sich aus sorbischen Ursprüngen und unterstand den Vögten von Gera. Vom 3. Jh. bis 1533 unterhielt der Deutsche Orden hier eine Komturei. Mehrfach gab es große Stadtbrände, zuletzt 1837 und 1856. Durch das Bombardement 1945 wurde die mittelalterliche Bausubstanz beider Städte vollends zerstört. Geras historischer Stadtkern ist jedoch heute restauriert. Der Galgen im Vordergrund des Bildes ist an dieser Stelle für das 16. Jh. nicht nachgewiesen. Die Ansicht zeigt Schleiz im Hintergrund in ungewöhnlicher Form, grau verhangen, im Wolkenbruch - vielleicht eine Reminiszenz an die realen Reiseumstände.

Weitere Informationen

Bildtext: GERE IN SAXII (Banderole oberhalb der Stadt); schlaiz (im Hintergrund über dem linken Ort freistehend mit Feder)
Kommentar: Älteste Ortsansicht

Thema

Gera
Schleiz
Sankt Georg, Schleiz
Ehemaliges Schloss Osterstein, Gera (Burg Osterstein, Gera)
Rathaus Schleiz
Burg Schleiz, Schleiz
Weidaer Tor, Gera
Salvatorkirche Gera
Sankt Nikolai, Gera
Altes Burggut, Gera
Leumnitzer Tor, Gera
Rathaus Gera
Sankt Johannis, Gera
Schreibersches Haus, Gera

Art

Zeichnung
Federzeichnung
Wasserfarben, Deckfarben, Goldhöhung

Material

Papier

Maße

370 mm x 480 mm
Ansicht von Norden (Schleiz) und Nordost (Gera)

Sprache

de

Provenienz

Ebrach, Zisterzienserabtei

Sekundärliteratur

Kolberg, Joseph (24.02.1832 - 19.03.1893): Des Pfalzgrafen Ottheinrich Ritt nach Polen 1536, 1917/18, S. 29-36; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 K81
Petersohn, Jürgen: Albrecht von Preußen und Ottheinrich von der Pfalz, 1957, S. 323-360; Signatur: 21/NA 16160
Firlet, Elżbieta Maria: Najstarsza panorama Krakowa, 1998; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 F523
Die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/1537, 2001; Signatur: 30/Hbh XIII 369(6)-1/-2
Reise, Rast und Augenblick, 2002; Signatur: 30/Hbh V 82le
Pfalzgraf Ottheinrich : Politik, Kunst und Wissenschaft im 16. Jahrhundert, 2002; Signatur: 30/NN 2877 Z48
Reise durch Europas Mitte : die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/37, 2003; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 S388
Von Kaisers Gnaden : 500 Jahre Pfalz-Neuburg ; Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2005, 2005 (In: Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur ; 50); Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 B142
http://www.ottheinrich.info

Identifikator

Delin.VI,3,15
DOI: 10.48651/franconica-7351772652366

Frühere Signatur

Delin.VI,15 (Signatur Ebracher Klebeband)
Delin.VI,43 (Signatur Stationennummerierung nach Marsch)

Digitalisiert von

Universitätsbibliothek Würzburg

Rechteinhaber

Universitätsbibliothek Würzburg

Metadaten

Titel

Gera mit Schleiz

Erscheinungsjahr

[Mitte 16. Jahrhundert]

Bildbeschreibung

Gera entwickelte sich seit dem 13. Jh. im Tal der Weißen Elster zwischen der slawischen Siedlung Zschochern und einer Burg der Vögte von Weida, die sich dann nach dem Ort nannten. Der rechteckige Grundriss mit geradlinigen Straßenzügen war von einer Mauer umgeben. Im Sächsischen Bruderkrieg 1450 wurde Gera belagert und schwer zerstört, ebenso 1639. 1780 verheerte ein Brand die Stadt. Seit 1564 war Gera Residenzstadt des Fürstenhauses Reuß jüngere Linie. Das aus einer frühmittelalterlichen Burganlage hervorgegangene Schloss Osterstein auf dem Hainberg war fürstlicher Wohnsitz bis 1918, als Heinrich XXVII. Reuß abdankte. Gera wurde dann bis 1920 Hauptstadt des Volksstaates Reuß, der später im Land Thüringen aufging. Auch Schleiz war Residenzstadt der Reußschen Herrschaft. Die Stadt entwickelte sich aus sorbischen Ursprüngen und unterstand den Vögten von Gera. Vom 3. Jh. bis 1533 unterhielt der Deutsche Orden hier eine Komturei. Mehrfach gab es große Stadtbrände, zuletzt 1837 und 1856. Durch das Bombardement 1945 wurde die mittelalterliche Bausubstanz beider Städte vollends zerstört. Geras historischer Stadtkern ist jedoch heute restauriert. Der Galgen im Vordergrund des Bildes ist an dieser Stelle für das 16. Jh. nicht nachgewiesen. Die Ansicht zeigt Schleiz im Hintergrund in ungewöhnlicher Form, grau verhangen, im Wolkenbruch - vielleicht eine Reminiszenz an die realen Reiseumstände.

Weitere Informationen

Bildtext: GERE IN SAXII (Banderole oberhalb der Stadt); schlaiz (im Hintergrund über dem linken Ort freistehend mit Feder)
Kommentar: Älteste Ortsansicht

Thema

Gera
Schleiz
Sankt Georg, Schleiz
Ehemaliges Schloss Osterstein, Gera (Burg Osterstein, Gera)
Rathaus Schleiz
Burg Schleiz, Schleiz
Weidaer Tor, Gera
Salvatorkirche Gera
Sankt Nikolai, Gera
Altes Burggut, Gera
Leumnitzer Tor, Gera
Rathaus Gera
Sankt Johannis, Gera
Schreibersches Haus, Gera

Art

Zeichnung
Federzeichnung
Wasserfarben, Deckfarben, Goldhöhung

Material

Papier

Maße

370 mm x 480 mm
Ansicht von Norden (Schleiz) und Nordost (Gera)

Sprache

de

Provenienz

Ebrach, Zisterzienserabtei

Sekundärliteratur

Kolberg, Joseph (24.02.1832 - 19.03.1893): Des Pfalzgrafen Ottheinrich Ritt nach Polen 1536, 1917/18, S. 29-36; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 K81
Petersohn, Jürgen: Albrecht von Preußen und Ottheinrich von der Pfalz, 1957, S. 323-360; Signatur: 21/NA 16160
Firlet, Elżbieta Maria: Najstarsza panorama Krakowa, 1998; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 F523
Die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/1537, 2001; Signatur: 30/Hbh XIII 369(6)-1/-2
Reise, Rast und Augenblick, 2002; Signatur: 30/Hbh V 82le
Pfalzgraf Ottheinrich : Politik, Kunst und Wissenschaft im 16. Jahrhundert, 2002; Signatur: 30/NN 2877 Z48
Reise durch Europas Mitte : die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/37, 2003; Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 S388
Von Kaisers Gnaden : 500 Jahre Pfalz-Neuburg ; Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2005, 2005 (In: Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur ; 50); Signatur: 32/LK 85021 Delin.6 B142
http://www.ottheinrich.info

Identifikator

Delin.VI,3,15
DOI: 10.48651/franconica-7351772652366

Frühere Signatur

Delin.VI,15 (Signatur Ebracher Klebeband)
Delin.VI,43 (Signatur Stationennummerierung nach Marsch)

Digitalisiert von

Universitätsbibliothek Würzburg

Rechteinhaber

Universitätsbibliothek Würzburg